International University Toteloes Tournament 2007

International University Toteloes Tournament 2007

Eindhoven (NL),  16.Mai 2007 -  19.Mai 2007

Und täglich grüßt das Murmeltier: Der UFC setzt seine Erfolgsstory in Eindhoven beim IUTT fort, ohne das i-Tüpfelchen setzen zu können.

Vom 16.5. bis zum 19.5.07 fand zum 23. Mal das größte Hochschulfutsalturnier Europas statt. Es nahmen 22 Mannschaften aus England, Frankreich, der Schweiz, den Niederlanden, Tschechien, der Slowakei und Deutschland teil.
Der UFC hat sich vorher das Ziel gesteckt, den hervorragenden zweiten Platz aus dem letzten Jahr zu steigern. Das dieses Vorhaben schwer werden würde, war angesichts des dünnen Kaders (Donnerstag nur fünfeinhalb Feldspieler, Freitag sechs) aber allen Beteiligten klar. Durch die anhaltenden Verletzungssorgen und Prüfungsvorbereitungen gelang es nicht, mehr Spieler nach Eindhoven zu bringen.
Bereits bei der Auslosung wurde große Respekt gegenüber dem UFC deutlich, denn die Ziehung des UFC wurde von großem Raunen der anwesenden Teams begleitet. Münster wurde in eine Sechsergruppe mit T-Arakan (Holland), VUT Brno (Tschechien), Toteloes NZVB (Holland), Prophets Maastricht (Holland), und Mobulu Futsal gelost. Angesichts der dünnen Personaldecke wäre eine Fünfergruppe nicht verschmäht worden. Aber der Futsal-Gott meinte es anders mit dem UFC.
Donnerstags spielte der UFC deshalb in seinem ersten Spiel gegen T-Arakan (Holland). Abgeklärt wurde das Spiel bestimmt und ein standesgemäßes 4:0 durch die Tore von Tietze, Limbrock (2x)  und Offermann erzielt. Damit war ein guter Einstieg ins Turnier gewährleistet, auf dem im zweiten Spiel gegen Brünn aufgebaut werden sollte.
Doch es kam anders. Der UFC kam nicht mit der sehr körperbetonten Spielweise von Brünn (Brno) klar und ließ sich den Schneid abkaufen. Dennoch hatte auch Brünn nicht übermäßig viele Torchancen, so dass das 1:0 für Brünn auch auf aufgrund seiner Entstehung überraschend war: Ein ca. 25m Freistoß wurde direkt aufs Münsteraner Tor getreten, ein Stürmer von Brünn ließ den Ball durch seine Beine durch, woraufhin auch der Münsteraner Spieler getunnelt und Torwart Luzar jede Chance genommen wurde. Im folgenden zog sich Brünn zurück und operierte mit langen hohen Bällen, die auch noch zu einem wunderschönen Kopfballtreffer durch die Münsteraner Nr. 5 Jacobsen führten, der den Ball gekonnt über Luzar ins eigene Tor verlängerte. Auch ein Überzahlspiel konnte der UFC im folgenden nicht nutzen, so dass das Spiel 2:0 verloren ging.
Das bedeutete, das der UFC nun alle folgenden Gruppenspiele zu gewinnen hatte, wollte man noch in die Hauptrunde kommen.
Als nächstes kam das Spiel gegen Toteloes NZVB (Holland). Der UFC hatte aus der Niederlage gelernt und spielte diszipliniert und konzentriert. Das Spiel wurde durch die Tore von Limbrock (2x), Offermann und Quick 4:1 gewonnen. David „Beastman“ Hellendrung erhielt trotz Zehenbruchs einen Einsatz und schaffte es, durch ein verlorenes Laufduell gegen einen gegnerischen Spieler und ein daraus resultierendes Tor so etwas wie Spannung aufkommen zu lassen.
Das letzte Spiel des Tages für den UFC wurde gegen Prophets Maastricht (Holland) gespielt. Wieder spielte Münster überlegen, wieder durfte Beastman ran, wieder verschuldete er das einzige Gegentor („Hilfe, ich brauche Hilfe!“ bei der Verfolgung des Gegentorschützen), was aufgrund der Treffer von Tietze (2x) und Offermann nichts am 3:1 Sieg änderte.
Abends wurden die geschundenen Knochen regeneriert, damit das entscheidende Spiel am nächsten Tag erfolgreich gestaltet werden konnte. Beastman gab dazu ein kleines Ständchen auf der Gitarre.
Das entscheidende Gruppenspiel wurde am Freitagmorgen gegen Mobulu Futsal aus der Schweiz gespielt. Beastman wurde verkauft und als Verstärkung Rafael Bianco, der Spieler des IUTT 2006, eingeflogen, so dass sich die personelle Situation etwas entspannte. Insbesondere Offermann blühte durch das Zusammenspiel mit Blanco auf und entschied das Spiel gegen Mobulu, die immerhin die schweizerische Futsal-Liga gewonnen haben, durch zwei wunderbare Tore im Alleingang für den UFC. Da Beastman nicht spielte, fiel diesmal auch kein Gegentor. Damit war Münster als Gruppenzweiter für das Viertelfinale qualifiziert, in dem die niederländische Mannschaft von Rimmini Eindhoven wartete.
Der UFC, mittlerweile in Spiellaune, dominierte das Spiel und gewann durch die Tore von Bianco (2x), Tietze (2x) und Offermann 5:0. Das bedeutete wieder das Halbfinale. Diesmal wartete die Mannschaft von Evry aus Frankreich. Während die Franzosen zunächst versuchten, dem UFC durch ein hart geführtes Spiel, wieder das Spiel aus der Hand und die Butter vom Brot zu nehmen, gelang es Münster nicht nur dagegen zu halten, sondern auch noch die entscheidenden Tore durch Offermann und Bianco zu machen. Die Defensive stand im wesentlichen sicher, so dass die Franzosen sich 2:0 geschlagen geben mussten. Damit stand Münster wieder im Finale.
Diesmal ging es gegen die slowakische Mannschaft aus Kosice, die sich im anderen Halbfinale gegen die Mannschaft aus Brünn durchsetzen konnte.
Am Abend vor dem Finale stand noch der legendäre Pub-Crawl in der Eindhovener Innenstadt als Abendveranstaltung auf dem Programm. Die Münsteraner Spieler setzten dabei auf unterschiedliche Taktiken, um im Finale zu bestehen: während einige auf ein einziges Regenerationsbier setzten, probierten andere die sog. „Alpha-Team-Methode“. Die Gegner aus Kosice hingegen verzichteten komplett auf den Pub-Crawl, widmeten sich Videostudien des UFC und gingen gegen 20 Uhr ins Bett.
Der Gegner im Samstags-Finale ging sofort sehr engagiert zu Werke und nahm das Heft des Handelns in die Hand. Münster stand anfangs gut in der Defensive. Nach einer schönen Einzelleistung von Bianco, der einen Gegner austanzte und anschließend nur den Pfosten traf, wurde dennoch das 0:1 eingeleitet. Denn der Abpraller wurde sofort von den slowakischen Stürmer in einen Konter umgesetzt, der der weitgehend aufgerückten Münsteraner Hintermannschaft keine Chance ließ und auch Luzar überwand. Kosice zog sich aber nicht zurück, sondern drängte auf einen weiteren Treffer. Nun machte sich auch die personell angespannte Situation des UFC darin bemerkbar, dass die Kondition nachließ. Fast immer waren die wuseligen gegnerischen Spieler ihren Münsteraner Pendants einen Schritt voraus. Folgerichtig fiel auch das 2:0 für Kosice. In dieser Phase entwickelte sich Luzar zu einem fast unüberwindbaren Teufelskerl auf der Linie. Ein ums andere Mal schmiss er sich in höchster Not und bewahrte dem UFC eine kleine Chance, die durch den Münsteraner Treffer noch weitere Nahrung erhielt. Allerdings war dieses Tor nur ein kleines Aufflackern des Siegeswillens, denn Kosice drückte weiter und schnürte Münster in der Münsteraner Hälfte ein. So fiel auch noch das endgültige 3:1.
Tomasz Luzar wurde verdientermaßen der bester Spieler (!) des Turniers. Nicht nur seine überragende Finalleistung sondern auch seine beiden Vorlagen am ersten Turniertag dürften dafür den Ausschlag gegeben haben.

Somit wird der UFC nächstes Jahr wieder nach Eindhoven fahren, um dieses Mal neben dem Titel des besten Spielers, auch das Finale zu gewinnen.

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