DFB-Futsal-Cup 2008

DFB-Futsal-Cup 2008

Mülheim / Ruhr,  10.April 2008 -  12.April 2008

Der UFC Münster ist erneut Deutscher Futsalmeister

Der UFC Münster hat zum zweiten Mal den DFB-Futsal-Cup gewonnen und sich nicht nur die Meisterkrone im deutschen Futsal aufgesetzt, sondern auch erneut für die UEFA-Futsal-Champions League qualifiziert. Nachdem Münster bereits 2006 die Premiere der nationalen Futsalmeisterschaft des DFB in Göttingen gewonnen und die europäische Bühne betreten hatte, konnten die erfahrenen Westfalen auch 2008 den dritten DFB-Cup in Mülheim souverän für sich entscheiden. Sie marschierten ohne Niederlage und mit einem klaren 6:3-Sieg im Endspiel gegen den TSC Stuttgart durch das zweitätige Finalturnier und wurden zudem zum fairsten Team gekürt. Der Schlüssel zum Sieg waren neben einer sehr geschlossenen Mannschaftsleistung auch die überragenden Paraden des Torhüters Tomasz Luzar, der zum zweiten Mal nach 2007 zum besten Keeper des Turniers ausgezeichnet wurde. Bereits in der Qualifikation zum DFB-Futsal-Cup hatte der UFC zunächst in der FLVW- und dann in der westdeutschen Futsalliga in 15 Spielen nur ein einziges Unentschieden hinnehmen müssen. Als einziger Verein für alle drei DFB-Cups qualifiziert ist auch hier die Bilanz des UFC herausragend: Nur ein einziges von 14 Spielen haben die Münsteraner  bei DFB-Meisterschaften verloren, zwei von drei Titeln gingen an den UFC Münster. Nun tritt der UFC zum zweiten Mal für den DFB im UEFA-Futsal-Cup an, der Champions League im Futsal.

Die Qualifikation für den DFB-Futsal-Cup 2008 erfolgte wie in den Vorjahren über die Regionalverbände. Der Norddeutsche Verband ermittelte seinen Meister in einem Finalturnier, bei dem sich Borussia Hildesheim und der Suchsdorfer SV aus Kiel durchsetzten. Hildesheim stand 2007 schon einmal im Finale des DFB-Cups in Heidenheim und unterlag dort dem Saarländischen Futsalmeister von 2007, dem FV Eppelborn, der sich in diesem Jahr nicht für das Finalturnier des DFB hatte qualifizieren können. Das Qualifikationsturnier 2008 im Südwesten gewann stattdessen die Spvgg Ingelheim. Im NOFV setzte sich Croatia Berlin erst in der Futsalliga in Berlin durch und gewann das Finalturnier des NOFV in Neuenhagen. Das Futsalteam von Hertha BSC Berlin blieb dabei auf der Strecke. In Süddeutschland wurde der Meister ebenfalls in einem Turnier der besten Mannschaften der Landesverbände ermittelt. In Baden und Hessen gab es jeweils erst einen Ligaspielbetrieb, in Württemberg und Bayern ein Turnier. Der Hessenmeister Eintracht Frankfurt scheiterte bei der Süddeutschen Meisterschaft überraschend und konnte sich wie 2007 nicht für den DFB-Cup qualifizieren. Stattdessen gewann Portus Pforzheim im Finale gegen den TSC Stuttgart.
Der WFLV ermittelte seine beiden Teilnehmer am DFB-Cup dagegen in einer Futsalliga. Die je besten vier Teams der niederrheinischen und der westfälischen Futsalligen kämpften zusammen mit den zwei besten Teams vom Mittelrhein um den Westdeutschen Meistertitel. Die Juniors aus Wesel gingen als Futsalmeister vom Niederrhein ins Rennen, der UFC Münster als Titelträger in Westfalen. Dazu kamen die starken Strandkaiser aus Krefeld, die 2007 vor dem UFC Westdeutscher Meister wurden, die zweite Mannschaft des UFC, die  starken Panther aus Köln, und einige neue Teams, wie zum Beispiel das Prominententeam des italienischen Könners Sergio Paradiso. Besonders überraschte der FC Montenegro Wuppertal, der in seiner ersten Saison den zweiten Platz und damit die Qualifikation zum DFB-Futsal-Cup schaffte. Ungeschlagener Meister wurde wie schon 2006 der UFC Münster.

Beim Finalturnier des DFB musste sich Münster in einer Gruppe gegen Portus Pforzheim,  Croatia Berlin und den Suchsdorfer SV durchsetzen. Trotz einer guten Leistung und einer 3:1-Führung reichte es im ersten Spiel gegen Suchsdorf am Ende nur zu einem 3:3-Unentschieden. Der 5:3-Sieg von Pforzheim gegen Berlin setzte den UFC und Berlin im zweiten Spiel bereits unter großen Druck. Nur ein Sieg konnte beiden weiterhelfen. Münster schien das anzuspornen. Der UFC spielte viel besser als im ersten Spiel, ging schnell mit 3:0 in Führung und hatte weitere gute Chancen. Am Ende siegte der UFC mit 5:2. Bereits in diesem Spiel zeigte sich die wieder einmal überragende Form des UFC-Keepers Tomasz Luzar, der  viele starke Angriffe von Berlin abwehrte. Portus spielte daraufhin überraschend ebenfalls nur 1:1 gegen Suchsdorf. Die Kieler bestätigten dabei ihre gute Leistung aus dem ersten Spiel und blieben im Rennen um die ersten beiden Plätze. Am zweiten Tag reichte dem UFC nach dem 2:2 von Suchsdorf und Berlin ein 1:1 nach 1:0-Führung gegen Portus, um den Gruppensieg zu sichern. Die starken Pforzheimer zogen als Gruppenzweiter ins Halbfinale ein.
In der zweiten Gruppe dominierte der TSC Stuttgart. Neben zwei klaren Siegen gegen Ingelheim und Wupppertal mussten sie sich gegen Hildesheim erst kurz vor Schluss mit einem 4:4 begnügen. Hildesheim schaffte als Zweiter ebenfalls den Sprung ins Halbfinale gegen Münster. Damit bot sich dem UFC die Möglichkeit auf eine Revanche für die bisher einzige Niederlage bei DFB-Cups aus dem Vorjahr. Wie damals ging der UFC mit 1:0 in Führung, kassierte diesmal aber kurz vor Ende der Partie nur noch das 1:1. Im 6m-Schießen trafen alle sechs UFC-Schützen souverän. Hildesheim verschoss dagegen den letzten Sechsmeter. Im zweiten Halbfinale ging Portus mit 2:0 in Führung und sah lange wie der sichere Sieger aus, aber in der letzten Minute glich Stuttgart aus. Im 6m-Schießen setzte sich Stuttgart klar durch.
Die Schiedsrichter Ricardo Munoz-Nunez und Markus Fandel leiteten das anschließende Finale über zweimal 20 Minuten Nettospielzeit. Münster ließ sich von den spielstarken Stuttgartern überrumpeln und lag nach vier Minuten mit 0:2 hinten.  Der UFC erspielte sich danach mehr Chancen und glich noch vor der Pause zum 2:2 aus. Nach dem Wechsel hielt erst Luzar bravourös, bevor der UFC mit vier schnellen Toren zum 6:2 davonzog. Auch das 3:6 vier Minuten vor dem Ende konnte die Feierstimmung auf und neben dem Feld nicht mehr trüben. Der Meisterpokal wurde am Ende zum zweiten Mal dem UFC Münster überreicht. Obwohl die Meisterschaft 2006 für den UFC vielleicht der historisch bedeutendere Titel war, war der Sieg 2008 der wohl sportlich schwerste und gleichzeitig souveränste der Münsteraner. 

Die Auslosung zum UEFA-Futsal-Cup 2008/09 wird am 2. Juli im Sitz der UEFA am Genfer See in Nyon vorgenommen. Jeder Verband darf nur seinen Futsalmeister ins Rennen schicken. Dazu kommt der Titelverteidiger der letzten Saison, Ekaterinburg aus Russland. Im Futsal ist der UEFA-Cup also ein echter Landesmeistercup. Der Modus unterscheidet sich allerdings von den bekannten Fußballwettbewerben. Die drei Qualifikationsrunden für das Finale der besten vier Vereine werden in Gruppen mit vier Teams ausgespielt. Einer der vier Vereine ist dabei jeweils der Gastgeber des Miniturniers. Die Jungs vom UFC Münster dürfen sich also auf eine schöne Reise freuen. Die Chancen, im UEFA-Futsal-Cup weit zu kommen, sind für deutsche Teams noch gering. 2006/07 erreichte der UFC in Litauen zwei Unentschieden, was bei der ersten Teilnahme gegen viel erfahrenere Teams ein großer Erfolg war. Der deutsche Vertreter 2007/08, der saarländische Verbandsligist FV Eppelborn, fuhr aus Estland mit drei hohen Niederlagen nach Hause. Münster hofft nun, nach den ersten Punkten auch den ersten Sieg für den DFB auf europäischer Ebene erringen zu können.

Den Titel für den UFC holten:
Tomasz Luzar, Georg von Coelln, Till Vogel, Chris Wenning, Julian Tietze, Gereon Quick, Alexander Forstbach, Julian Offermann, Christoph Eller, David Hellendrung, Simon Tempel, Costantino Ruggio, Jonas Bräuer, Malte Limbrock, Christoph Vierhaus, Thomas Lehmann, Stefan Westerheide und Andre Baron.

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