Futsal-AG an der Thomas-Morus-Schule (OGTS)
Fußball
ist die beliebteste Sportart bei Kindern und Jugendlichen. Trotz dieser
Tatsache bereitet sie bei der Vermittlung in der Schule häufig
Probleme. Gründe hierfür sind unter anderem die große
Leistungsheterogenität in den Klassen und die mangelnde praktische
Vorerfahrung vieler Schüler. Sie führt dazu, dass sie Schwierigkeiten
haben, den Ball zu kontrollieren. Dies wiederum hat zur Konsequenz,
dass das Spiel oft nicht richtig in Gang kommt. Weiterhin haben viele
Schüler (und insbesondere viele Schülerinnen) Angst vor dem Ball - vor
allem dann, wenn er auf sie zuspringt oder zugeflogen kommt. Dies hat
zur Folge, dass die leistungsschwächeren Schüler in vielen Fällen wenig
oder nicht ins Spiel einbezogen werden oder von sich aus nicht am Spiel
teilhaben wollen. Insgesamt resultiert oftmals eine geringe Akzeptanz
für den Fußballsport bei diesen Schülern. Bedingt durch die
verringerten Sprungeigenschaften des Spielballes ist Futsal eine
Möglichkeit, den beschriebenen Problemen entgegenzuwirken. Beim Futsal,
der übrigens im Jahre 1930 speziell für Jugendliche entwickelt wurde,
kommt es zu einer Erleichterung der Ballkontrolle. Daraus folgt eine
Verbesserung des Spielflusses und des Spielverständnisses der einzelnen
Spieler(-innen). Das führt zu einer stärkeren Einbeziehung aller
Schüler in das Spiel. Insgesamt führen die eben beschriebenen Faktoren
zu einer Erhöhung der Spielfreude und hierdurch zu einer Erhöhung der
Akzeptanz für den Fußballsport. 
Gute Argumente, um die Grundschüler in einem Modellversuch an der Offenen Ganztags-Grundschule Thomas-Morus in Münster an die neue Trendsportart heranzuführen. Die Idee von DJK Germania Mauritz' Detlef von Delft wurde folglich innerhalb kürzester Zeit umgesetzt. Nun bietet der UFC Münster e.V. seit Oktober 2005 eine Futsal-AG für die Mädchen und Jungen aller vier Jahrgangstufen an. Die Kinder sind begeistert und für den neuen Kurs haben sich schon viele Mädchen und Jungen angemeldet.

